Information für Ärzte:

Behandlungsangebot
Behandlung von psychosomatischen Beschwerden mittels der Verbindung physiotherapeutischer und psychotherapeutischer Methoden.
Die Rekonvaleszenz und das Verständnis des Patienten bewegen sich dabei vom körperlichen Symptom über die ihm eigene Symbolik und Sprache zu einem ganzheitlichen Verstehen des Zusammenspiels von Körper, Psyche und Seele unter Einbeziehung der äußeren Lebensumstände.
Berührung und Gespräch bestimmen dabei meine Arbeit als Physiotherapeutin mit Schwerpunkt Psychosomatik und einer Aus- sowie Weiterbildungen in humanistischer Psychologie.

Details zum Behandlungsansatz
Details zum Behandlungsablauf

Patienten

- Patienten mit wechselhaften Beschwerden, ohne eine fassbare medizinische Ursache, welche für Psychotherapie nicht zugänglich sind
- Patienten mit einer unklaren, wiederkehrenden, chronischen Schmerzsymptomatik
- Patienten mit Somatisierungsstörungen

Therapieziele

- Aufklärung über das Wechselspiel von Körper und Psyche
- Eine Verbindung, zwischen den körperlichen Beschwerden und dem Seelischen herstellen
- Dieses Wissen über ein kognitives Verstehen hinaus, spür- und fühlbar zu machen.
- Das (Körper-) Bewusstsein zu erweitern und damit den Heilungsprozess zu unterstützen.
- Den Patienten zur Selbstverantwortung anregen

Die Abrechnung erfolgt über Privatrezept bzw. als Selbstzahler.

Behandlungsdauer

Zwischen 8 und 10 Sitzungen (einschließlich der Befundaufnahme).

Details zum Behandlungsansatz

Psychosomatik ist heutzutage ein integraler Bestandteil der Medizin. In den meisten Kliniken sind interdisziplinäre Teams Standard - in der ambulanten Versorgung lässt sich die Trennung von Körper, Psyche und Seele jedoch nur schwer überbrücken. Häufig mangelt es an der verfügbaren Behandlungszeit - hinzukommt die systembedingte Trennung der unterschiedlichen Bereiche.

In meiner Ausbildung zur staatlich geprüften Physiotherapeutin und medizinischen Masseurin wurde Psychosomatik, und das Wechselspiel zwischen Psyche und Körper nicht unterrichtet.
Erst in meiner langjährigen praktischen Tätigkeit fiel mir auf, wie sich die Körperhaltung, die ein Mensch einnimmt und der jeweilige Gefühlszustand decken - aber auch, dass körperliche Erkrankungen oftmals eine treffende, seelische Entsprechung haben und auf tieferliegendes (Unbewusstes) aufmerksam machen.
Patienten erzählten mir während einer Behandlung was sie bedrückt, auf den Magen schlägt, sich im Kreis dreht, unter die Haut geht … - viele körperlichen Beschwerden hängen mit der aktuellen Lebenssituation zusammen.
Auch beobachtete ich, dass Mobilitätsverlust und Schmerzen, auf lange Sicht den Menschen psychisch beeinträchtigen.
Meine Art zu berühren, entwickelte sich dabei vom technisch-manipulativen, zum erspürend-wahrnehmenden. Heute erfasse ich nicht nur anatomische Gegebenheiten, sondern den Menschen als Ganzes. Wesentlich an der Stelle ist die Zeit, die ich mir nehme, um „wirklich“ zuzuhören.
Meine Behandlungszeit beläuft sich daher bei einer Befundaufnahme auf 90 Minuten und in jeder weiteren Behandlung auf 60 Minuten.
Anfänglich stellten sich mir viele Fragen: Wie gehe ich damit um, wenn sich bei einem Patienten eine emotionale Blockade löst, er/sie zu weinen beginnt, mit Abwehr reagiert, sich in mich verliebt, …
Um einen Einblick in psychologische Zusammenhänge zu bekommen, bildete ich mich in psychotherapeutischen Methoden, wie der Gesprächs- und Gestalttherapie weiter und erlangte die Zulassung als Heilpraktikerin für Psychotherapie.
Durch meine Ausbildungen und die langjährige Erfahrung in den getrennten Disziplinen Physiotherapie und Psychotherapie entstand das ganzheitliche Konzept einer ambulanten psychosomatischen Behandlung.

Berührung und Gespräch sind somit fester Bestandteil meiner Arbeit als Physiotherapeutin mit Schwerpunkt Psychosomatik. Ich verbinde dabei klassisch physiotherapeutische Methoden mit Ansätzen aus der humanistischen Psychotherapie und dem breiten Fundus langjähriger Erfahrungen.

Details zum Behandlungsablauf

1 Befundaufnahme
Neben Fragen zum Beschwerdeverlauf und der Schmerzsymptomatik, hole ich auch Informationen zum familiären und beruflichen Umfeld ein und berücksichtige psychische Wirkfaktoren. Damit erschließt sich dem Patienten eventuell schon während der Untersuchung ein Zusammenhang zwischen der aktuellen Lebenssituation und den körperlichen Beschwerden.

Wichtig ist mir, den Patienten nicht zu kategorisieren und keine voreiligen Schlüsse zu ziehen, sondern eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, die es ermöglicht, sich zu öffnen, so dass eine tragfähige Therapeuten-Patienten-Beziehung entsteht.
Ich versuche dabei die althergebrachte Struktur zwischen einem „wissenden Behandler“ und einem „unwissenden Patienten“ aufzulösen und auf Augenhöhe zu heben. So fließen auch seine Erwartungshaltung und wie er bei seinem Heilungsprozess mitwirken kann, in mein weiteres Vorgehen ein.

In der körperlichen Untersuchung erspüre und lese ich den Körper: Was drückt die Körperhaltung aus? Wie atmet der Patient? Wo ist die Beweglichkeit eigenschränkt? Wie empfinde ich den Energiezustand? Im Anschluss erstellen wir gemeinsam einen individuell abgestimmten Behandlungsplan.
2. Berührung und Gespräch – Einen Zugang und eine Verbindung von Leib und Seele schaffen
Die meisten Patienten teilen sich erst während einer körperlichen Behandlung mit. Für Georg Groddeck einen deutschen Arzt, Psychoanalytiker und Wegbereiter der Psychosomatik diente die Massage als konkrete Auseinandersetzung mit den psychosomatischen Angelpunkten der Erkrankungen vieler Patienten. Die verbalen Interventionen während des Massierens haben Groddeck über den körpertherapeutischen Zugang den Weg in die seelischen Abgründe seiner Patienten ermöglicht. Sein Fazit war, dass Psychotherapie und Physiotherapie eine Einheit sind .

Häufig weiß der Körper des Patienten was ihm auf dem Weg zur Heilung unterstützt.
Meine Rolle ist die einer Begleitung, vergleichbar mit einer Hebamme bei einem Geburtsprozess. Ich schaffe einen geschützten Raum in dem sich zeigen kann, was ist und vertraue darauf, dass alles eine Ordnung hat – ich leite nichts ein, denn es geschieht ohnehin.
Seelische Wunden heilen in der Haltung des Annehmens und Geschehen lassen.
Der Patient kann über seine Gefühle reden - muss aber nicht.
Es verschwindet der Druck, der häufig in Zusammenhang mit einer Psychotherapie empfunden wird. Meiner Erfahrung nach, zeigen Menschen mit einer Somatisierungsstörung wenig Offenheit gegenüber einer Psychotherapie, da sie davon überzeugt sind unter einer körperlichen Symptomatik zu leiden. Sie sehen keinen Zusammenhang zwischen Symptom und Psyche und fühlen sich daher häufig nicht ernst genommen. Der Zugang über den Körper ist hier ein „unverfänglicherer“.
Sanfte, subtile Berührungen vermitteln ein Gefühl der Ruhe - ein „sich fallen lassen“ und ermöglichen, dass sich muskuläre Verspannungen lösen und verdrängte Teile des Selbst an die Oberfläche kommen. Dem Patienten steht damit wieder mehr Energie zur Verfügung und es erschließt sich ein symbolisch-bildhafter Zusammenhang, welcher Erkenntnisse, aber auch Hinweise für weitere Behandlungsschritte mit sich bringt.

In diesem erkennenden Erfühlen gibt es kein lineares, strukturelles Vorgehen - ich verlasse mich in diesem Prozess neben meinen Händen auf meine Erfahrung und Intuition und kann den Patienten nur ermuntern, seine Grenzen, sowohl auf physischer wie psychischer Ebene zu benennen.
3. Teil: Integration
Am Ende der Behandlung geht es um die Integration des Erlebten in den Alltag: Möglichkeiten zur Stressbewältigung und konkrete Maßnahmen zur Änderung der das Symptom erzeugenden Lebensumstände.
Eventuell auch Empfehlungen einer weiteren Therapie / Psychotherapie / ärztlichen Abklärung nach Rücksprache mit dem überweisenden Arzt ein.
Der Patient erhält von mir einen Abschlussbericht mit der detaillierten Befundaufnahme, einer Beschreibung des Behandlungsablaufs und den mit ihm gemeinsam ausgearbeiteten Empfehlungen.

Zielgruppe

Mein Angebot richtet sich an Patienten mit wechselhaften Beschwerden, ohne eine fassbare medizinische Ursache, welche für Psychotherapie nicht zugänglich sind und Patienten mit einer unklaren, wiederkehrenden Schmerzsymptomatik sowie Somatisierungsstörungen.
Die Abrechnung erfolgt über Privatrezept bzw. als Selbstzahler.
Für einen Behandlungszyklus benötige ich in der Regel (einschließlich der Befundaufnahme) durchschnittlich zwischen 8 und 10 Sitzungen.

Therapieziele

- Aufklärung über das Wechselspiel von Körper und Psyche und eine Verbindung, zwischen den körperlichen Beschwerden und dem Seelischen herstellen und den Patienten zur Selbstverantwortung anregen.

- Dieses Wissen über ein kognitives Verstehen hinaus, spür- und fühlbar zu machen.

- Das (Körper) Bewusstsein zu erweitern und damit den Heilungsprozess zu unterstützen.